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When I Die …

Opening:
25 April, 6-­9pm

Duration:
25 April – 20 June 2015

Pressemitteilung (PDF)

press release (PDF)

 


 


PRESSEMITTEILUNG click here for english press release
„Ich werde an der Stelle, an der ich gefunden wurde, an der Seite des Flusses, eingeäschert und begraben werden. Ich wurde mit nichts gefunden und werde nichts mitnehmen, wenn ich sterbe.“ Nathan Duc Köstlin, exberliner, Januar 2015

68projects präsentiert eine multimediale Ausstellung zeitgenössischer Künstler mit einem eigens in Auftrag gegebenen Projekt mit Kisten aus Holz, die eigentlich für den Versand von Kunstwerken benutzt werden.

Der Druck des Kunstmarktes wiegt heute manchmal schwer auf den alltäglichen Gedanken und Plänen von Künstlern, die alleine in ihren Ateliers sitzen. Anstehende Ausstellungstermine, die Teilnahme an internationalen Kunstmessen, Veröffentlichungsfristen und Anwesenheitsstipendien fördern die Karrieren der Künstler und helfen ihnen, ihr künstlerisches Potential zu maximieren. Anhand dieser Möglichkeiten, die zyklisch sind und immer innerhalb kurzer Zeitfenster stattfinden, lässt sich der Erfolg eines Künstlers messen. Allerdings ignorieren sie eine entscheidende Frage, die sich jeder Künstler irgendwann ernsthaft stellen muss – wird meine Kunst auch in Zukunft noch relevant sein?

„When I die…“ ist ironisch­überheblich, enthält aber eine ernsthafte Fragestellung. Jedem teilnehmenden Künstler wurde eine Holzkiste zugeteilt, die zuvor im internationalen Kunsttransport zum Einsatz kam. Die Dimensionen der Kiste bestimmen die Grenzen und die Größe der Arbeit. Die Ausstellung vereint eine Gruppe junger und etablierter Künstler, hauptsächlich aus Berlin, aber auch aus New York, Tiflis, Kopenhagen und Los Angeles, die in den Bereichen Malerei, Fotografie, Konzeptkunst, Audiokunst, Installation und Skulptur tätig sind und so ein internationales Spektrum traditioneller und experimenteller Kunstformen bietet.

Die einzigartigen Auftragsarbeiten werden in allen drei Ausstellungsräumen von 68projects zu sehen sein. Sie erinnern an Särge, Kühlschränke, Medizinschränke – und bei der kleinsten Kiste an eine Zigarrenschachtel oder einen hölzernen Geschenkkarton für Wein (ohne die Kisten könnte man die meisten Kunstwerke in normalen Rahmen oder auf traditionellen Sockeln präsentieren). Der Name der Ausstellung und ihre lebensgroßen Behälter veranlassen einige Künstler möglicherweise dazu, sich mit dem Thema Tod
auseinanderzusetzen. Das ist angebracht, da die oben zitierten Zeilen von Nathan Köstlins „Funeral Plans“ die Ausstellung inspiriert haben. Schlussendlich gleichen die Kunstwerke in den Transportkisten den Nachrichten einer Flaschenpost, die mit der Hoffnung in die Zukunft geschickt werden, sich eines Tages unter die Toten der Kunstgeschichte einreihen zu können.

Künstler der Ausstellung: Daniel Chluba, Nils Dunkel, Chris Engman, Devin Farrand, Sten Gutglück, Anna K.E., Iwajla Klinke, Roman Liska, Max Machaidze, Florian Meisenberg, Robert Seidel, Pietro Spirito, Rosi Steinbach, Michael Wutz and Sahar Zukerkman.

68projects Fasanenstr. 68 D­10719 Berlin Tel +49(0)30 889 288 760 Fax +49(0)30 889 225 899 berlin@68projects.com


PRESS RELEASE

“I’m gonna be cremated and buried on the spot where I was found, by that river. I was found with nothing, and I’m not going to take anything with me when I die.”
Nathan Duc Koestlin, exberliner, J anuary 2015

68projects presents an exhibition of contemporary artists working across different art forms and a special commissioning project involving wooden art shipping crates.

The pressures of the contemporary art market can weigh heavily on the everyday thoughts and schedules of artists sitting alone in their studios. Upcoming exhibition dates, participation in international art fairs, publication deadlines and residencies help artists expand their careers and artistic practices. Operating on repeating cycles and fast time lines, these opportunities benchmark success, but they can sideline a very important question all artists must ask themselves in earnest ­ Is the art I am making going to endure the test of time?

“When I Die” is a tongue­and­cheek conceit with a serious challenge. Individual wooden crates used in the actual transport of artworks internationally were assigned to each participating artist. The dimensions of the crate determine the overall limit and size of the work. By assembling a roster of emerging and established artists, mostly in Berlin but also in New York City, Tbilisi, Copenhagen and Los Angeles, who make paintings, photographs, conceptual art, audio work, installation art and sculpture, the exhibition captures an international spectrum of traditional and experimental art forms.

Installed across all three exhibition spaces at 68, these unique commissions are presented in their crates. They resemble coffins, refrigerators, medicine cabinets ­ and in the case of the smallest crates a box of cigars or a wooden gift box for wine. (Removed from the crates, most of the artworks can be displayed in traditional frames or pedestals.) The exhibition’s title and the life­sized containers might have directed some artists to take up the theme of death. It is appropriate since Nathan Koestlin’s “funeral plans” as quoted above inspired the exhibition. Ultimately, the artworks in the crates are messages in a bottle forwarded into the future, in the hopes of one day joining the dead of art history.

Participating Artists: D aniel Chluba, Nils Dunkel, Chris Engman, Devin Farrand, Sten Gutglück, Anna K.E., Iwajla Klinke, Roman Liska, Max Machaidze, Florian Meisenberg, Robert Seidel, Pietro Spirito, Rosi Steinbach, Michael Wutz and Sahar Zukerman.

68projects Fasanenstr. 68 D­10719 Berlin Tel +49(0)30 889 288 760 Fax +49(0)30 889 225 899 berlin@68projects.com